CEA - Nachsorge mit Markern

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    • CEA - Nachsorge mit Markern

      In vielen Foren wird der CEA Wert diskutiert. Wie sind hier Eure Informationen? Gibt es hier Erfahrungen? Ich habe hier unterschiedlichste Informationen von bis 2,5 oder 5 oder auch 10 ist alles gut oder auch nicht. Oder ist das individuell - ok, Rauchen führt zu einem höheren Wert -? Ab wann spricht man von einer Steigerung? Also z.Bsp. is 2 2,2 3 3,1 3,7 z.Bsp. eine Steigerung? Oder erst grössere Sprünge?
      DasBoot
    • Lieber @DasBoot,

      ich habe keinen Krebs und kenn mich mit euren Markern nicht aus. Ich fände es aber schön, wenn du die Abkürzung CEA mal näher erläutern könntest, was dieser Blutwert aussagt? Oder vielleicht auch wie oft dieser Wert in der Nachsorge kontrolliert wird oder werden sollte???
      Vielen Dank!!!

      Herzliche Grüße
      Plohni
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    • CEA ist die Abkürzung für Carcino Embryonales Antigen. Ein Tumormaker, der Anhaltspunkte bietet, ob ein Tumor nach zunächst erfolgreicher Behandlung wieder wächst. Bedeutsam für Betroffene mit Dick- oder Enddarmtumore sowie Magen- oder auch Bauchspeichldrüsenkrebs. Zu Werten möchte ich keine Aussagen treffen.
      Hier können Fehlinterpretationen auftreten.
      Rotfuchs
      Keinen verderben zu lassen, auch nicht sich selber, jeden mit Glück erfüllen, auch sich. Das ist gut.
      (Bertholt Brecht/1898-1956/deutscher Dramatiker und Lyriker)
    • Stimmt - daher auch die Diskussion. Das mit der Fehlinterpretation betrifft viele - und - viele machen sich Sorgen. Deswegen wären ein paar abgesicherte Infos für die, die Nachsorgetermine machen, sicherlich sinnvoll. Auch z.Bsp. welche Massnahmen macht man bei welchen Werten. Das ist wohl auch sehr unterschiedlich, auch realtiv zum Verlauf bleiben die Angaben sehr ungenau. Ich hatte auch in den S3 Empfehlungen nichts gefunden. Mal sehen, ob jemand bessere Infos gefunden hat :) Melde mich auf jeden Fall, wenn ich noch etwas in Erfahrung bringen kann. In den meisten Fällen sind jedoch bei einem Anstieg weitere Analysen empfohlen.
    • Soviel ich weiß, sollte der CEA-Wert vor und nach der Darmkrebs-Operation untersucht werden. Damit hat man Ausgangswerte, ohne die später ermittelte Werte schwieriger zu interpretieren sind.
      Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
      Ileostomie seit "ewigen" Zeiten
    • Genau das meinte ich eben, rupert.
      Der CEA-Wert hat eben nur bedingt Aussagekraft. Wenn er nach der OP gesunken ist, dann kann ein erneutes Ansteigen des CEA ein Anhaltspunkt für erneute "Krebsaktivität" sein. Aber wenn er vor und nach der Darmkrebsoperation unverändert ist, ist es fraglich, ob er bei eventueller erneuter Krebsaktivität überhaupt ansteigen würde.
      Kurz gesagt, ein Anstieg des CEA-Wertes gibt Anlass zu weiteren Untersuchungen - er bedeutet noch nicht zwangsläufig ein Fortschreiten.
      Der Umkehrschluss, dass ein Nullwert vor der OP und auch bei nachträglichen Untersuchungen gleichbedeutend mit "Krebsfreiheit" ist, erschiene mir aber fragwürdig.

      Warum manche einen Tumormarker entwickeln und andere nicht, weiß ich nicht.
      Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
      Ileostomie seit "ewigen" Zeiten
    • Bei mir waren die Werte zwar höher als bei Rupert aber unter 5. Vor OP 3 danach 2 dann wieder 3 Komma. Ansonsten gleiche Diagnose. Das mit dem "kann" wird betont. Und viele meinen, die Messverfahren selbst seien möglicherweise ungenau. Aber viele hatten die Erfahrung, dass ein deutlicher Anstieg dann doch kein gutes Signal war. Es gab Studien, wie der Wert mit der Prognose korreliert. Aber da war wohl die Datenlage schlecht - meist als Basis > oder < 5. Aber dort zeigten sich auch deutliche Unterschiede bei hohen und niedrigen Werten, was die Prognose betrifft. Mich stört iregendwie, dass die daraus resultierenden Massnahmen nicht wiirklich klar sind. Gibts da auch einen Standard? Die Auflösung z.Bsp. einer Sonographie ist ja nicht hoch. Wann MRT/CT oder PET? Sind alles bildgebende Verfahren. Oder noch anderes?
      DasBoot
    • Ich finde ja nach wie vor den KID (Krebsinformationsdienst) am besten als seriöse Infoquelle mit viel Hintergrundwissen: krebsinformationsdienst.de/untersuchung/tumormarker.php

      Auch hier wird die Bestimmung der Tumormarker eher als Verlaufskontrolle gesehen und immer nur zusammen mit weiteren Diagnoseverfahren! Auch könnte wichtig sein, dass immer das gleiche Labor untersucht - oder hat hierzu jemand andere Erfahrungen?? :?:

      LG Guru
      Ileoptimistin (= Optimistin mit Ileostoma ;) seit über 30 Jahren wegen M. Crohn)
    • Also mit den Markern ist das so eine Sache.
      CEA,PSA und Konsorten:
      das sind für den Patienten schnell und angenehm durchzuführende Kontrollen,ein wenig Blut abgezapft und fertig.
      Auch vergleichsweise billig,CEA dürfte zwischen 15 und 20 Euro kosten.
      Statt auf dem Gyno-Stuhl mit dem Rohr im ...
      Bloss: niedrige Marker sagen nicht,dass der Krebs nicht fortschreitet.Und das ist gefährlich, wenn man sich allein darauf verlässt.
      Sehr hohe Werte/Anstiege beweisen auch noch nichts,sollten aber mit geeigneten Untersuchungen verifiziert werden.
      Und deswegen stellen die Nachsorgeempfehlungen eben nicht auf CEA ab,sondern U-Schall,Rekto/Coloskopie,bildgebende Verfahren.
      Ein beim Nichtraucher "verdächtiger" CEA kann beim Raucher völlig normal sein.
      Einen erhöhten PSA gibts auch bei entzündlichen Prostata-Veränderungen.