Flugreisen

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    • An anderer Stelle habe ich gelesen, dass die Frage nach dem Pflasterentferner gestellt wurde und ob man diese (brennbare) Flüssigkeit mit in den Flieger nehmen darf ...

      Ich würde auf Einmaltücher setzen, denn die gelten doch wohl kaum als "Flüssigkeit" ... oder??? Wer eine Übersicht aller Versorgungsartikel braucht, die auf dem Markt sind, kann diese über die ILCO-Geschäftsstelle bekommen! :thumbup:

      Wer kann dazu Näheres sagen oder hat selbst Erfahrungen mit Flugreisen und den diversen Stomaartikeln im Handgepäck gemacht?
      Ileoptimistin (= Optimistin mit Ileostoma ;) seit über 30 Jahren wegen M. Crohn)
    • Unsere Tochter (26) hat Diabetes Typ 1 und ist schon öfters geflogen. Sie ist ja definitiv auf ihr Insulin (Pumpe/Spritzen) angewiesen und hat einen "Diabetiker-Pass", speziell auch für Flugreisen, damit sie ihr ganzes "Equipment" (auch einiges davon im Handgepäck) mit ins Flugzeug nehmen darf. Vielleicht gibt es so etwas auch für Stomaträger!!??
      Reichtum ist viel, Zufriedenheit ist mehr, Gesundheit ist alles
    • Ich fliege öfter im Jahr und nehme meine gesamte Versorgung im Handgepäck mit. Dieses melde ich vorher bei der Fluggesellschaft an. So das ich eine zusatzliche Tasche im Handgepäck mitnehmen kann. Bei der Anmeldung sind die immer sehr freundlich und fragen mich ob ich auch einen zusätzlichen Koffer aufgeben möchte.
      In meinem Handgepäck befindet sich auch immer der Pflasterentferner, das Haftspray und auch 3 bis 4 Liter Ringer Lösung.
      Mein Arzt stellt mir immer eine Bescheinigung für meine Hilfsmittel aus. Die ist in mehreren Sprachen. Darin steht das ich die Hilfsmittel mit mir führen muss und sie mir auch nicht wegenommen werden dürfen. Damit kam ich bis jetzt ohne Probleme durch jede Kontrolle.
    • Ich habe einen Stoma-Pass mit den notwendigen Informationen in 8 Sprachen. Bisher habe ich ihn noch nicht gebraucht, aber man weiß ja nie. Die Notversorgung war bisher ausreichend. Wichtig ist für Flugreisen, dass eine Schere nicht ins Handgepäck gehört. Den Stoma-Pass stellen Hilfsmittelhersteller im Rahmen ihres Services kostenfrei bereit.
      Keinen verderben zu lassen, auch nicht sich selber, jeden mit Glück erfüllen, auch sich. Das ist gut.
      (Bertholt Brecht/1898-1956/deutscher Dramatiker und Lyriker)
    • Zu meinen Stomaversorgungssachen im Handgepäck wurde noch nie etwas angemerkt von den Kontrolleuren. Platten (vorgeschnitten), Beutel und Vliestücher oder Kompressen sind ohnehin unverdächtig. Und Pflasterentferner brauche ich - wie an anderer Stelle geschrieben - ohnehin nicht. Mehr brauche ich nicht, deswegen habe ich noch keinen Sonderservice von Fluglinien in Anspruch genommen.

      Hautschutzpaste und -puder kommen ich immer in eine kleine durchsichtige Tüte, in die auch Handcreme, Medikamentenfläschchen, Parfum oder andere Behältnisse mit Flüssigkeiten kommen. Die lege ich extra und sichtbar in die Kontrollkiste. Üblicherweise interessiert sich niemand dafür, was das alles ist - egal in welchem Land ich war. Ich erinnere mich nur an einmal, dass jemand genaueres wissen wollte - dem habe ich gesagt, dass ich dies für meine Stomaversorgung brauche. Die Antwort hat ihm gereicht (obwohl ich nicht den Eindruck hatte, dass er wusste, wovon ich rede ^^ ).

      Zur Sicherheit habe ich immer das mehrsprachige Reisedokument (travel certificate) von der ILCO dabei sowie bei Auslandsreisen das Stomawörterbuch. Beides habe ich zum Glück (?) noch nie gebraucht.

      Übrigens ist es ratsam, Beutel oder Basisplatten zu Hause vorzuschneiden und die Schere zu Hause zu lassen oder in den Koffer zu tun, der aufgegeben wird. Das spart Zeit und Nerven bei der Sicherheitskontrolle.

      Beim Toilettenbesuch im Flugzeug halte ich es wie beim Bahnreisen: Den letzten Toilettenbesuch vor der Ankunft - falls überhaupt nötig - nehme ich etwa 20 Minuten vorher in Angriff, denn die Anzahl der Toiletten im Flugzeug ist doch sehr begrenzt ... Der Versorgungswechsel in einer Fluzeugtoilette ist - wie ohnehin auch das normale "Geschäft" - eher etwas für schlanke Leute ;) , Bewegungsspielraum gibt es wenig, dafür kann man aber auch kaum umfallen :D .
      Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
      Ileostomie seit "ewigen" Zeiten
    • Ich verteile meine Versorgung immer in 2 Koffern, meinem Mann seinen und meinen, und ich nehme immer noch einiges im Handgepäck mit!! Damit auch nix passiert, falls der Koffer mal nicht ankommt! Ich schneide eine Basisplatte vor und die Schere kommt dann in den Koffer. Pflasterentferner ectr brauche ich nicht, ich hatte all die Jahre nie Probleme bei der Sicherheitskontrolle.
      Und das Travelcertificat und Stomawörterbuch sind, bei mir, ein MUSS bei Reisen ins Ausland.

      Nur wer sein Gestern und Heute akzeptiert, kann sein Morgen frei gestalten. Nur wer losläßt, hat freie Hände die Zukunft zu ergreifen.
      Autor unbekannt
    • Hallo, zum Thema Hilfsmittel im Flugzeug: Ich nehme meine Versorgungsartikel immer im Handgepäck mit. Es passt in einen einfachen Klturbeutel und besteht aus Basisplatten, Stoma- und Abfallbeitel, sowie einige Vlieskompressen. Ich bin Colostomaträger, der nicht irrigiert, brauche also nicht viel. Meine Flüßigkeiten beschränken sich auf die Paste Stomahessive, die kommt mit den anderen Sachen wie Rasierschaum, Duschgel etc. in einen separaten Beutel, der leicht zu kontrollieren ist. Ich hatte einmal bei einem Inlandsflug in Vietnam Schwierigkeiten mit der Flüssigseife, da die Menge zu hoch war. Die Kontrolldame hat den ganzen Verkehr mehr als eine Viertelstunde aufgehalten. Das Ende der Geschichte war, dass die Flasche in ein Päckchen auf dem Namen unseres einheimische Reisebegleiters im Gepäckraum des Flugzeugs mit geflogen ist. Die Kontrolleuse wurde dann sofort abgelöst. Neuerdings gibt es durch den Einsatz der Nacktscanner neue Schwierigkeiten. Der Scanner erkennt alles was man am Körper trät, auch den Stomabeutel oder den Geldgürtel aus Stoff. Dann hängt es von der Erfahrung des Kontrollpersonals abm wie die anschliessende Leibesvisitation ausfällt Ich habe schon einmal meine Stomaversorgung am Körper gezeigt und habe angeboten den Beutel kontrollieren zu lassen, ich könnte ja Drogen darin schmuggeln. Das wurde aber nicht gefordert. Ich habe mir angewöhnt alles aus den Taschen, Hose oder Hemd zu nehmen, Uhr und Gürtel ab, Schuhe aus, dass es ja nicht piept, wo noch das normale Detektorgerät im Einsatz ist. Dann komme ich meistens ohne Untersuchung durch .
    • Ich wurde auf dem Flughafen während der Kontrolle schon desöfteren gefragt was ich da am Bauch habe. Auf meine Antwort ein Stomabeutel wurde ich aufgefordert bitte einmal mitzukommen. Dann wurde ich jedesmal in einen separaten Raum geführt. Die Dame holte eine Kollegin dazu. Dann habe ich erklärt was es mit dem Beutel auf sich hat und meinen Stomapass vorgezeigt. Die Damen haben sich bei mir teilweise ziemlich bedrückt für die Einzelkontrolle entschuldigt. Ich persönlich finde so eine Kontrolle auch nicht schlimm, viel schlimmer finde ich wenn ich durch die Kontrolle gehe und mein Beutel nicht bemerkt wird. Dann kommen mir schon solche Gedanken hier kann sich ja jeder etwas um den Bauch binden und da durchmaschieren.

      Ich bin gespannt, nächsten Freitag fliege ich wieder mal sehen was passiert.
    • Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich das ist!
      Seit fast 30 Jahren hab ich mein Stoma, ich bin schon zig mal geflogen, Deutschland Europa, aber auch übern grossen Teich. Ich musste noch nie mein Stoma oder Stomabeutel vorzeigen. Ich durfte immer anstandlos durch die Kontrolle. Nur einmal gab es einen kleinen Zwischenfall, vor 12 Jahre auf dem Rückflug von London, Heathrow! Die Kontrolldame ertastete meinen Stomabeutel und fragte was das ist? Ich war so perplex, das ich nichts mehr raus brachte!! Ich konnte einfach nicht antworten!! Meine Kollegin übernahm das für mich mit den Worten " She is ill" - Sie ist krank, dann war das erledigt und ich konnte durch die Kontrolle!

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      Autor unbekannt
    • geflogen bin ich mit dem Stoma noch nicht, aber war mal auf einer Flughafen-Besichtigungstour in Frankfurt mit genau so einer Kontrolle als wenn ich in ein Flugzeug müsste. Habe ganz bewusst getestet - im Rucksack war meine Stomaversorgung incl. Schere, ohne Flüssigkeiten, Stomapass in mehreren Sprachen natürlich auch. Es ist nichts passiert!!
      Weder beim Durchleuchten des Rucksackes, noch bei mir.. einige meiner Begleiter mussten Schuhe und Gürtel ablegen oder wurden warum auch immer genauer
      abgetastet - mich lies man einfach durch
      Dabei hätte ich gerne diese "Situation mal geübt" - denn wir waren in einer mir bekannten Gruppe ohne Zeitdruck unterwegs
      Ich würde aber, wenn ich wirklich fliegen würde, die Schere in den Koffer packen, hätte meine kompl. Versorgung aber im Handgepäck und noch einmal im Koffer,
      meinen Stomapass hätte ich griffbereit - diese Info habe ich in der Rhea schon bekommen und den Stomapass hab ich mir von meinem Versorger geben lassen
      und wenn ich mich richtig erinnere, kann man als Stomaträger bei der Fluggesellschaft extra Handgepäck für die Versorgung anmelden... korrigiert mich, falls das nicht stimmt.
      Lebe nie ohne Lachen, -- es gibt Menschen, die von deinem Lachen leben <3 ^^
      ....Urostoma durch Krebs seid Jan. 2016
    • Lieber Rotfuchs..
      nein ;( , das habe ich verpennt - leider muss ich jetzt sagen - hätte mehr draus lernen können ||

      T1-Fan - bei Billig-Air-Lines - die nur eine bestimmte Kilo-Zahl Freigepäck anbieten - würde ich auf jeden Fall nachfragen
      Lebe nie ohne Lachen, -- es gibt Menschen, die von deinem Lachen leben <3 ^^
      ....Urostoma durch Krebs seid Jan. 2016
    • Hallo Stomareisender,

      im Handgepäck benötigt man keine Schere, das ist richtig. Aber eine ganze Menge Stomaträger müssen das Loch fürs Stoma in den Basisplatten oder in der Haftfläche der Beutel auf ihr individuelles Maß zuschneiden. Die vorgestanzten Löcher passen nicht - und etliche haben auch kein hübsch rundes Stoma. Für dieses Zuschneiden braucht man halt eine Schere.

      Aber - wie auch schon an anderer Stelle bei dem Thema Flugreisen geschrieben - kann man vor Flügen das Auschneiden gut schon zu Hause erledigen und diesen Vorrat vorgeschnittener Stomaversorgung ins Handgepäck tun. Dann kann die Schere ins normale Fluggepäck. Das Vorausschneiden hat auch den Vorteil, dass ein eventueller Wechsel der Versorgung in der engen Flugzeugtoilette schneller vor sich geht, weil man einen Arbeitsschritt spart

      Da ich keine Lust habe auf unnötige Diskussionen und Erklärungen bei der Sicherheitskontrolle, mache ich das seit Jahren so und hatte nie Probleme. :)

      Übrigens schneide ich mich auch zu Hause immer einen Vorrat zu, dann kann ich beim Versorgungswechsel gleich loslegen ohne vorherige Basteltätigkeit. ^^

      Der T1-Fan
      Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
      Ileostomie seit "ewigen" Zeiten
    • Mein Beitrag Nr.14 bezieht sich auf die geschilderte Flughafenbesichtigungstour, wie in Nr.11 von Sonne beschrieben. Sie hat offensichtlich eine Sicherheitslücke gefunden. Das keine Scheren ins Handgepäck gehören, sollte jeder von uns wissen und so verfahren, wie von T1-Fan dargelegt.
      Keinen verderben zu lassen, auch nicht sich selber, jeden mit Glück erfüllen, auch sich. Das ist gut.
      (Bertholt Brecht/1898-1956/deutscher Dramatiker und Lyriker)
    • @ T1 Fan Die Fluggesellschaften sind nicht dazu verpflichtet medizinisches Handgepäck zuzulassen. Also sollte man schon vorher nachfragen.Bei vielen steht es auch in den AGBs. nach der Buchung sollte man es auf jedem Fall anmelden. Es wurde dann teilweise auf meinem Ticket vermerkt oder ich habe eine extra Bescheinigung gekriegt.

      @Sonne Bin auch schon mit Billig Airlines geflogen und hatte dort auch nie Probleme. Die Irische Skandal Airline hat es sogar in den AGBs stehen.