Ileostoma fördert zu viel

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    • Ileostoma fördert zu viel

      • Guten Morgen mein Freund hat nach Darmkrebs ein Ileostoma hat momentan Chemopause doch der Gewichtsverlust geht weiter obwohl er sich gut Ernährt. Die letzte Zeit war der Ileostoma sehr flüssig und wir holten Mucofalk was auch geholfen hat dennoch fördert der Ileostoma sehr viel nur halt nicht mehr dünnflüssig und das Gewicht geht nicht nach oben was kann man da machen? Stoma liegt schon seit fast 3monaten
    • Hallo Bluemoon01,

      erstmal herzlich willkommen bei uns im Forum.

      Ein Ileostoma fördert fast immer. Das heißt, wenn dein Freund was isst oder trinkt, fängt der Dünndarm mit arbeiten an.
      Ich würde den Gewichtsverlust mit dem Arzt bzw. auch mit der Ernährungsberatung besprechen. Vielleicht findest aber hier unter dem Thema Ernährung schon Antworten.


      Liebe Grüße

      Elsa

      Nur wer sein Gestern und Heute akzeptiert, kann sein Morgen frei gestalten. Nur wer losläßt, hat freie Hände die Zukunft zu ergreifen.
      Autor unbekannt
    • Hallo Bluemoon01,

      erstmal herzlich willkommen hier im Forum.

      Vermutlich hat dein Freund eine sogenannte doppelläufige Ileostomie angelegt bekommen, die später - nach der Chemo - wieder zurückverlagert werden soll. Bei einer Ileostomie ist es grundsätzlich normal, wenn sie viel fördert - das hat Elsa ja auch schon geschrieben. Es fehlt der bremsende Dickdarm und damit auch seine eindickende Funktion. Da es keine "Zwischenlagermöglichkeit" für den noch dünnen Stuhl gibt, wird er schnell in den Stomabeutel ausgeschieden. Diese ohnehin schnelle Stuhlpassage wird durch eine Chemotherapie noch verschärft, die ja die Schleimhäute angreift und auch bei Menschen ohne Stoma Durchfälle hervorrufen kann.

      Was ist denn "viel", also welche Menge fördert denn das Stoma so an einem Tag? Könnt ihr das ungefähr sagen? Denn wenn große Mengen ausgeschieden werden, verliert der Körper oft auch wichtige Vitamine und Spurenelemente, die für den Wiederaufbau der Kräfte nötig sind. :( Dauerhaft weiter abnehmen sollte dein Freund nämlich nicht. Wie in den anderen Posts oben schon gesagt: Hierüber den behandelnden Arzt auf dem Laufenden zu halten und mit ihm Maßnahmen zu besprechen, ist wichtig. Es gibt auch Medikamente, mit denen man die Stuhlpassage verlangsamen kann (z.B. Loperamid) - hierzu könntet ihr den Arzt auch mal befragen. In der ILCO-Bundesgeschäftsstelle ist auch ein kleines Infoblatt "Mittel und Medikamente" erhältlich, lasst euch das doch mal zuschicken ilco.de/kontakt/ . Denn wenn dein Freund sein Gewicht trotz Chemotherapie halten kann, ist schon viel gewonnen.

      Ja, und falls du sie nicht schon gefunden hast, dann lies auch mal die Posts unter Stoma -> Kurzdarm und unter Stomakomplikation -> High-output-Stoma. Auch dort findest du schon einige hilfreiche Informationen. :)

      Alles Gute für deinen Freund - gut dass du dich so kümmerst.

      T1-Fan
      Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
      Ileostomie seit "ewigen" Zeiten
    • Hallo Bluemoon01,

      viele kennen ihn, den berühmten Satz: "...da werden sie geholfen!" Ja, auch hier im Forum ist dies eine gute Sitte, Ratsuchenden Hilfe anzubieten.
      Also Herzlich willkommen.
      Erste Hinweise, einen Arzt mit den geschilderten Problemen deines Freundes zu konfrontieren, hast du bereits erhalten.
      Für dieses Gespräch ist wichtig, nicht nur Probleme zu benennen. Es geht auch darum zu verstehen, warum der Körper so reagiert und wie
      dem zu begegnen ist.
      Welche Darmteile sind involviert? Wie ist die Funktionalität zu bewerten? Welche Therapien mit welchen Medikamenten sind angezeigt?
      Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten? Welche Maßnahmen zur Förderung der psychischen und physischen Stabilisierung werden empfohlen?
      Die Aufzählung ließe sich fortsetzen.
      Eine hohe Stuhlfrequenz hat Ursachen, die abzuklären sind. Was helfen die besten und nahrhaftesten Speisen und Getränke,
      wenn die Vitalstoffe nicht dort ankommen, wo sie hingehören? Stuhl eindicken und die Passagezeiten verlängern sind Maßnahmen, die temporär sinnvoll sind.
      Ob sie dauerhaft eine Lösung darstellen, will und kann ich nicht beantworten.
      Wenn der Gewichtsverlust gravierende Ausmaße annimmt - von einem solchen war ich ebenfalls betroffen - und die orale Aufnahme hochkalorischer Speisen keine Erfolge zeitigt, bleibt als weitere Maßnahme die parenterale Ernährung. Eine Entscheidung, die ihr gemeinsam mit dem Behandler besprechen könnt.
      Ich wünsche gute Besserung.
      Lieben Grüße
      Rotfuchs
      Keinen verderben zu lassen, auch nicht sich selber, jeden mit Glück erfüllen, auch sich. Das ist gut.
      (Bertholt Brecht/1898-1956/deutscher Dramatiker und Lyriker)