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03.11.2017 00:01

Weltmännertag am 3. November 2017: Mann oder Maus? Aktion „Mutige Männer für NRW“ motiviert zum Darm-Check


Aktionstage gibt es viele. Sinnvoll sind diese, wenn hinter dem Gesagten auch Taten stehen. So wie bei der Aktion „1.000 Mutige Männer für NRW“. Konkret geht es um den Appell, das Angebot der Früherkennungs-Darmspiegelung (Koloskopie) in Anspruch zu nehmen. Hinter der Kampagne stehen der ILCO-Landesverband NRW (Selbsthilfe für Menschen mit Darmkrebs und für Menschen mit künstlichem Darm- oder Blasenausgang), die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. sowie die BARMER. Gesetzlich Versicherte ab 55 Jahre haben Anspruch auf die Früherkennungs-Darmspiegelung. „Da spielt es keine Rolle, ob Mann oder Frau. Wir möchten dazu aufrufen, dass alle Anspruchsberechtigten das Angebot nutzen“, betont Harald Kemper von der ILCO NRW: „Dennoch wissen wir aus vielen Gesprächen, dass vor allem Männer das Thema gerne vor sich herschieben. Oft braucht es einen letzten Schubs, um endlich zu handeln.“ Mit gezieltem Blick auf den Mann spielt die Kampagne bewusst mit den Klischee „starkes Geschlecht“ und „Gesundheitsmuffel“ – augenzwinkernd, aber nicht ohne Ernst. „Wir wollen nicht ermahnen oder mit Krankheit drohen, sondern dazu beitragen, dass die Menschen eine informierte Entscheidung treffen können“, so Dr. Margret Schrader von der Krebsgesellschaft NRW.
Darmkrebs ist in den westlichen Industrienationen ein der häufigsten Krebsformen. Eine Koloskopie kann die Erkrankung verhindern, dennoch scheuen viele Menschen den Gang zum Arzt.
Seit April 2017 können gesetzlich Versicherte (ab 50 Jahre) zudem einen neuen immunologischen Test auf verborgenes Blut im Stuhl in Anspruch nehmen. Ein bundesweites Einladeverfahren zur Koloskopie, das seit Jahren gefordert wird, steht noch aus. „So lange werden wir unseren Beitrag leisten und die Menschen persönlich ansprechen. Das ist nicht immer leicht, aber lohnt sich“, so Kemper.