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11.08.2016 15:45

ILCO-Tage 2016 „Selbsthilfe – Was habe ich davon?“


Die größte deutsche Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Stoma oder Darmkrebs, die Deutsche ILCO e.V., lädt zu den mittlerweile 19. ILCO-Tagen ein. Sie finden vom 2. bis 4. September 2016 in Reinbek bei Hamburg statt und stehen diesmal unter dem Motto: „Was man für Geld nicht kaufen kann – Vom Stellenwert der Selbsthilfe“. In der Tradition der vo-rangegangenen ILCO-Tage seit 1976 wird auch diesmal eine große Informationsveranstal-tung im Mittelpunkt stehen: Am Samstag, 3. September, sind ab 10 Uhr alle Interessierten ins Sachsenwald Forum Reinbek, Hamburger Straße 4-8, in Reinbek eingeladen.

Das Thema „Selbsthilfe“ wird dabei den gesamten Vormittag aus verschiedenen Blickwinkeln be-leuchtet. Prof. Dr. Ingelore Welpe aus Kiel wird sich z.B. der Thematik „Selbsthilfe als psychosozia-le Unterstützung“ widmen. Ihr Ziel ist es zu beantworten, wie die Selbsthilfe den Betroffenen dabei helfen kann, ihre Krankheit oder Behinderung zu verarbeiten und sie als Teil ihres Lebens anzu-nehmen.

Prof. Dr. Christopher Kofahl aus Hamburg nimmt danach die Veränderungen der Selbsthilfe in der (fach-)öffentlichen Wahrnehmung unter die Lupe. Dabei geht er der Frage nach, ob – und auf wel-che Weise - die Selbsthilfe ins Blickfeld der Ärzte, Politiker und anderer Entscheidungsträger aus dem Gesundheitsbereich gerückt ist, und was das konkret für die Selbsthilfearbeit bedeutet.

Dr. Birgit Hiller vom Krebsinformationsdienst (KID) in Heidelberg wird auf die Entwicklungen der Selbsthilfe in den Sozialen Medien eingehen. Unter anderem wird sie anhand von Beispielen erläu-tern, wie Patienten bei dem vorherrschenden Überangebot im Internet erkennen können, welche Plattformen seriös sind und qualitativ hochwertige Inhalte bieten. Nach einem Podiumsgespräch mit den Referenten haben die Teilnehmer Gelegenheit, ihre Fragen und Anregungen in einer offe-nen Diskussion einzubringen.

Am Samstagnachmittag finden ab 14 Uhr mehrere Arbeitsgruppen zu Themen rund um Stoma, Darmkrebs und Selbsthilfe statt, für die eine vorherige Anmeldung erforderlich ist. Außerdem in-formieren von 9 bis 16 Uhr zahlreiche Organisationen wie z.B. der Krebsinformationsdienst, die Krebsgesellschaft oder die CED-Hilfe Hamburg über ihre Angebote für Betroffene. Parallel dazu findet außerdem eine Ausstellung mit Stomaartikeln verschiedener Hersteller statt.

Weitere Informationen und das komplette Programm der ILCO-Tage sind erhältlich bei: Deutsche ILCO e.V., Thomas-Mann-Str. 40, 53111 Bonn, Telefon 0228 338894-50, FAX 0228 338894-75, E-Mail: info@ilco.de, oder über die Homepage www.ilco.de.

Über die Deutsche ILCO e.V.

Die Deutsche ILCO e.V. ist die größte deutsche Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Stoma oder Darmkrebs und ihre Angehörigen. Stomaträger sind Menschen mit einem künstlichen Darm-ausgang oder einer künstlichen Harnableitung. Die ILCO gibt es seit mittlerweile 44 Jahren. Sie hat rund 7.500 Mitglieder und in ganz Deutschland rund 300 Gruppen, die Informationen und Erfah-rungsaustausch bieten. Selbsthilfe und Ehrenamt sowie inhaltliche und finanzielle Unabhängigkeit sind ihre wesentlichen Arbeitsprinzipien. Etwa 800 ehrenamtliche, selbst betroffene Mitarbeiter sowie die in der Bundesgeschäftsstelle tätigen hauptamtlichen Mitarbeiter unterstützen – weit über den Kreis der eigenen Mitglieder hinaus – mehr als 20.000 Betroffene im Jahr.