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Erblicher Darmkrebs (z.B. HNPCC und FAP)

Darmkrebs ist eine Erkrankung, die vererbt werden kann. Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass 25-30 % aller Darmkrebserkrankungen eine genetische Disposition zugrunde liegt und direkt verwandte Familienmitglieder ein bis zu sechsfach erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung haben können. Neben dem erhöhten Lebenszeitrisiko ist es vor allem die verkürzte Adenom-Karzinom-Sequenz, die für diese Risikogruppen kennzeichnend ist und die dazu führt, dass kolorektale Karzinome oft weit vor dem 50. Lebensjahr auftreten. Außerdem kommt es in solchen Familien auch vermehrt zu Magen-, Gebärmutter-, Eierstock-, Harnleiter- und Nierenbeckenkrebserkrankungen.

Linkempfehlungen:

Felix Buda Stiftung
Familiärer Darmkrebs

Familiäre Veranlagung zu Krebserkrankungen: Ein Blick in die Erbanlagen

Was bedeutet es, wenn tatsächlich eine erbliche Veranlagung nachgewiesen wird? Gibt es spezielle Früherkennungsmaßnahmen für betroffene Familien?

Beitrag aus ILCO-PRAXIS 2/2009 von Prof. Dr. med. Gabriele Möslein

Ansprechpartnerin bei Fragen rund um das Leben mit HNPCC

Heidi Lutter
Gingterkamp 81
41069 Mönchengladbach
Telefon: 02161 591112
E-Mail: Darmkrebshilfe[at]web.de  

Wie Heidi Lutter mit ihrer Familie (Schwester, Tochter) die Untersuchung zur Darmkrebs-Früherkennung wahrnimmt, sehen Sie in diesem kurzen Film.

Fragebogen zur Früherkennung von familiärem Darmkrebs

Eine Aktion des Netzwerkes gegen Darmkrebs

Da die gesetzliche Darmkrebsvorsorge erst ab dem Alter von 50 Jahren beginnt, greifen die Früherkennungsrichtlinien für diese Risikogruppen nicht. Andererseits ist Früherkennung aber gerade bei Menschen mit familiärem oder erblichem Risiko besonders effektiv. Es sollten also unbedingt Mittel und Wege gefunden werden, um eine möglichst saubere Identifizierung und Eingrenzung von Risikofamilien zu erlangen. Da ein molekulargenetischer Nachweis für eine vorliegende genetische Disposition oft nicht geführt werden kann, kommt der Familienanamnese hier ein besonderes Gewicht zu.

Der Fragebogen (in deutscher, englischer und türkischer Sprache), ist für den Einsatz in der niedergelassenen und klinischen Praxis gedacht. Eine oder mehrere mit „Ja" beantwortete Fragen können dem Arzt einen Hinweis auf das  Vorliegen einer genetischen Belastung geben.