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14.09.2018 12:02

Der ILCO-Besucherdienst: Was? Wie? Warum?

Ein neu erschienenes Faltblatt befasst sich mit dem von der Deutschen ILCO organisierten Besucherdienst, bei dem Betroffene in Krankenhäusern und Reha-Kliniken von Mitbetroffenen besucht werden.


Eines der wichtigsten Unterstützungsangebote, das die Deutsche ILCO e.V., Selbsthilfevereinigung  für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs sowie deren Angehörige, bereits seit Jahrzehnten zur Verfügung stellt, sind Gespräche mit gleichbetroffenen ILCO-Mitgliedern. Der sogenannte Besucherdienst sieht seine Aufgabe darin, durch menschliche Nähe, durch persönliches Wissen und der gesammelten Erfahrungen, Betroffene und Angehörige zu unterstützen. Die ehrenamtlich tätigen Besucherdienstler können am eigenen Beispiel zeigen, dass ein Leben mit der Krankheit oder einem Stoma nicht das „Ende der Welt“ bedeutet und sich die auftretenden Belastungen der Anfangszeit verarbeiten lassen. So vermitteln die Besuche Zuversicht und helfen dabei, Ängste zu überwinden und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Da es sich bei dem Besucherdienst um vertrauliche Gespräche zwischen Patient oder Angehörigem und Besucher handelt, wird das Angebot von medizinischem Personal manchmal eher kritisch beäugt, als mit offenen Armen empfangen. Um über den Besucherdienst aufzuklären und eventuelle Missverständnisse aus der Welt zu schaffen, richtet sich das neue Faltblatt „ILCO-Besucherdienst: Betroffene besuchen Betroffene“ daher vornehmlich an Ärzte, Therapeuten und das Pflegepersonal. Der Flyer befasst sich mit den Grundlagen und Vorteilen des Angebotes. So halten sich die ILCO-Mitglieder an einen „Kodex“, der ihnen u. a. untersagt, Stellung zu medizinischen und therapeutischen Entscheidungen zu beziehen. Des Weiteren kommen in dem Faltblatt zwei Psychoonkologinnen und eine Stomatherapeutin zu Wort und teilen ihre Erfahrungen mit dem Besucherdienst in ihren Kliniken.

„ILCO-Besucherdienst: Betroffene besuchen Betroffene“ ist Teil der umfangreichen Informationsmaterialien der Deutschen ILCO. Gedruckt ist der Flyer kostenlos erhältlich bei: Deutsche ILCO e.V., Thomas-Mann-Str. 40, 53111 Bonn, Tel.: 0228-338894-50, Fax: 0228-338894-75, info@ilco.de (da die ILCO viele Projekte über Spenden finanziert, freut sich die Selbsthilfeorganisation über die Zusendung von Briefmarken, um die Versandkosten gering zu halten). Zudem kann das Faltblatt unter hier heruntergeladen werden.