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03.04.2018 12:58

Früherkennung von Darmkrebs: die Deutsche ILCO klärt auf

Ein neuer Flyer der Deutschen ILCO e.V. – Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs sowie deren Angehörige – informiert über die Darmkrebs-Früherkennung.


Jedes Jahr wird in Deutschland bei etwa 60.000 Menschen eine Krebserkrankung des Dickdarms oder des Enddarms entdeckt. Viele dieser Krebserkrankungen ließen sich mit der richtigen Vorsorge verhindern, denn die Tumore entwickeln sich in 90 Prozent aus gutartigen Darmpolypen. Der Übergang vom harmlosen Polyp zum bösartigen Tumor kann viele Jahre dauern. Bei speziellen Vorsorgeuntersuchungen können Polypen rechtzeitig entdeckt und entfernt werden – damit können sie also nicht mehr bösartig werden. Dennoch nehmen sehr viele die Möglichkeiten der Darmkrebs-Früherkennung nicht wahr. Mit einem neuen Flyer spricht die Deutsche ILCO e.V. Unklarheiten und Ängste bei der Darmkrebsvorsorge an und klärt über gesetzliche Ansprüche auf.

Der Flyer „Darmkrebs-Früherkennung – ein wichtiger Weg“ geht auf die Untersuchungen „Stuhltest“ und „Darmspiegelung“ ein. Der Stuhltest sucht nach verborgenem Blut im Stuhl, das Polypen oder Tumore hinterlassen, wenn sie gerade bluten oder geblutet haben. Allerdings bedeutet ein unauffälliger Stuhltest nicht, dass im Darm keine Polypen oder Tumore sitzen. Zuverlässiger ist daher die Darmspiegelung. Hierbei wird Luft in den Darm eingebracht, um ihn vorübergehend zu dehnen und genauer untersuchen zu können. Der wesentliche Vorteil bei der Darmspiegelung ist, dass der Arzt verdächtiges Gewebe direkt bei der Untersuchung entfernen kann, ohne einen zusätzlichen Eingriff durchführen zu müssen. Weitere Informationen über die beiden Untersuchungsmethoden, das Risiko von familiärem Darmkrebs und wie sich allgemein das Erkrankungsrisiko verringern lässt, sind im Flyer nachzulesen.

„Darmkrebs-Früherkennung – ein wichtiger Weg“ ist Teil der umfangreichen Informationsmaterialien der Deutschen ILCO und kann direkt hier heruntergeladen werden.