Das Wort "Stoma" (Mehrzahl = Stomata) kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Mund", "Öffnung". In der Medizin wird damit eine chirurgisch angelegte "künstliche" Öffnung am Körper bezeichnet. Die Bezeichnung "Anus praeter naturalis" für ein Darmstoma bedeutet "an dem natürlichen Anus vorbei angelegter (künstlicher) After" und wird am ehesten noch von Medizinern angewendet.
Häufigkeit der Stomaarten (nach Angaben von rund 8000 ILCO-Mitgliedern) | |
Colostomie (Dickdarmausgang) | 70 % |
Ileostomie (Dünndarmausgang, inkl. kontinente Formen) | 18 % |
Urostomie (Harnableitung , inkl. kontinente Formen) | 11 % |
Die Zahl der Stomaträger in Deutschland wird auf ca. 100.000 geschätzt. Eine Stomaanlage kann aus den unterschiedlichsten Gründen vom Säuglings- bis zum Greisenalter notwendig werden; die Mehrzahl der Stomaoperationen wird aufgrund einer Krebserkrankung im Alter von etwa 60 - 70 Jahren durchgeführt ( Grundkrankheit ). Es gibt sogenannte endständige (meist auf Dauer angelegte) Stomata und doppelläufige Stomata, die nach einem gewissen Zeitraum relativ unkompliziert wieder zurück verlegt werden können ( Stomaarten ).
Dank moderner Hilfsmittel ist für die meisten Betroffenen eine dichte und unauffällige Versorgung möglich ( Stomaversorgung ), so dass sie nach einer Eingewöhnungs-Phase wieder voll am Leben teilhaben können ( Leben mit dem Stoma ). Nähere Details, Auskünfte und weitere Hilfen, die nicht auf diesen Seiten zu finden sind, bietet die Deutsche ILCO an (Infos/Literatur, Beratungsstellen).
Stomaarten