Stellungnahmen

ILCO-Leitlinie "Stationäre Rehabilitation des Stomaträgers"

verabschiedet vom Vorstand der Deutschen ILCO am 25.04.2003  

Qualitätsbeurteilung 

Der Rehabilitationsprozess unterliegt sehr unterschiedlichen Einflüssen, die ihren Niederschlag im Ergebnis finden:

  • Rehabedürftigkeit bzw. -fähigkeit des Stomaträgers (objektiv, subjektiv)
  • Qualität der Vorbefunde
  • Umsetzung therapeutischer Standards
  • Koordination therapeutischer Interventionen
  • Qualifikation des Beratenden bzw. Therapeuten
  • Umfang und Didaktik der Vorträge inhaltliche und zeitliche Abstimmung psychosozialer Interventionen
  • Qualität der Dokumentation

Die Beurteilung der Effektivität stößt bekanntlich auf Schwierigkeiten. Trotz zahlreicher Messinstrumente und etablierter Wertungsverfahren in Form von Fragebögen erscheint eine endgültige, umfassende Evaluation nur in Teilen möglich, weil die subjektive Beurteilung des Prozesses und seines Ergebnisses durch alle daran Beteiligten eine nicht zu übersehende Rolle spielt. Die Bewertung einer Maßnahme durch den Betroffenen selbst - eine sehr wesentliche Variable in der Evaluation - ist in großen Teilen abhängig vom Vergleich der erbrachten Leistung mit seinen zuvor bestandenen Erwartungen und seiner Aufnahmefähigkeit.

In der stationären Rehabilitation hat sich die Analyse des Entlassungsberichtes in Form einer Checkliste mit qualitätsrelevanten Maßnahmen (sogenanntes Peer Review) etabliert, die ergänzt wird durch die Befragung zur Patientenzufriedenheit hinsichtlich des Rehabilitationsprozesses. Eine abschließende Beurteilung erscheint aber auch mit diesem Vorgehen nicht ausgeschöpft, so dass die Notwendigkeit einer weiteren Verfeinerung von Mess- und Wertungsverfahren besteht.

Die Leitlinie wurde von Dr.med. Peter Kruck entworfen, bei einem Workshop mit Ärzten von Rehakliniken diskutiert und vom Vorstand der Fördergemeinschaft STOMA (www.foerdergemeinschaft-stoma.de) überarbeitet.

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